Rings ums Osterei
Traditioneller Ostermarkt in und um das Alte Fachwerkhaus
Der Kulturverein Groß Düngen, bekannt durch seine kunsthandwerklichen Märkte, lädt am Sonntag, dem 17.April wieder zu seinem traditionellen Ostermarkt „Rings ums Osterei“ ein.
Von 11 – 18 Uhr herrscht auf dem 231 Jahre alten Köthnerhof in der Hildesheimer Straße 13 wieder reges Treiben. Zum 23. Mal veranstaltet der Kulturverein diesen besonderen Ostermarkt in dem historischen Ambiente. 1986 begannen Groß Düngener Bürgerinnen und Bürger anlässlich der 900Jahrfeier den verfallenen und vom Abriss bedrohten Köthnerhof zu einem attraktiven Kulturzentrum auszubauen. „Am Alten ist gut zu behalten“ schrieben sie über das blaue Scheunentor. Heute zählt das 231 Jahre „Alte Fachwerkhaus“ mit seinen diversen Veranstaltungen dank eines großen ehrenamtlichen Engagements zu den beliebtesten kulturellen Treffpunkten im Landkreis.
Groß Düngen, vor 23 Jahren der einzige österliche Markt weit und breit, bekam schon bald immer mehr Konkurrenz. Doch mit wachsenden österlichen Ausstellungen wuchs auch die Kreativität der Kunsthandwerker/innen. So hat vor allem das traditionelle Hühnerei Gesellschaft bekommen: Wachtel- Enten-, Gänse-und Straußeneier gehören heute ebenso zum Angebot, wie das mund geblasene oder das aus Klöppelspitze hergestellte Ei am Osterstrauß.
Etliche Aussteller kommen schon seit Jahren nach Groß Düngen, so auch die vier Bremer Marktbeschicker: Ursula Treu mit ihren bezaubernden Aquarellen als Bilder oder auf Postkarten, Georg Treu mit seinen kleinen und großen Holzosterhasen, Gudrun Mütze mit ihrem ausgefallenen Spandosensortiment und Renate Pieper-Schinkel mit ihrem originellen Osterangebot aus Schokolade. Wer sich im vorigen Jahr nicht entschließen konnte, ein getöpfertes Huhn für den „Dekostuhl“ im Garten zu erwerben, kann es am Palmsonntag tun. Hellena Breitenfeld ist wieder dabei. Auch die aparten Blütenkränze aus Keramik von Anne Dehning, aus Seide von Renata Igel und aus Natur von Monika Reinke werden auf so manchem Ostertisch ihren Platz finden.
Eine Augenweide in den alten Fachwerkmauern sind – wie immer - die Erzgebirgischen Frauen in ihrer bunten Tracht. Ihren flinken Händen zuzuschauen, wie ein Osterschmuck aus Klöppelspitze entsteht, ist für Kinder und Erwachsene immer wieder ein Erlebnis und so mancher Stress geplagter Besucher kommt beim Zuschauen vielleicht etwas zur Ruhe. Denn: Für diese Handarbeit braucht man viel Zeit! Der Kulturverein bemüht sich auch, Traditionen anderer Länder mit aufzunehmen. So hat Gisela-Evelyn Richter mit ihrem skandinavischen Osterschmuck schon seit Jahren einen Stand im Haus.
Nicht zuletzt ist es auch die besondere Atmosphäre in und um die Jahrhunderte alten Mauern, die alljährlich sowohl Marktbeschicker als auch Besucher von weit her anlockt.
Auf der B 243 vorbeifahren und nicht reinschauen ist selten. Schon von weitem laden die schön dekorierten Stände zum Verweilen auf der B 243 ein.
Auch für die Gaumenfreuden ist gesorgt. Das frisch gebackene Brot aus Jens Köhlers Backofen, die gute Mettwurst und der Käse der Harzer Marktbeschickerin Juliane Rappe und nicht zuletzt die obligatorische Bratwurst und die Waffeln an den Ständen des Kulturvereins sind ein Garant für den besonderen Genuss. Trotz ähnlicher Angebote in der Region und weniger Geld in den Portemonnaies lassen sich viele Menschen die schöne Atmosphäre in und um Großmutters Kaffeestuben nicht entgehen.
Den ganzen Tag über sind Großmutters Kaffeestuben geöffnet; der hausgemachte Kuchen und die leckeren Waffeln sind eine Pause wert.
Eine Reise lohnt sich, das wissen nicht nur die täglichen Anrufer, die vergessen haben, dass jedes Jahr am Palmsonntag Ostermarkt in Groß Düngen ist.
Fragt man die Marktbeschicker, warum sie nach Groß Düngen kommen, lautet die Antwort: „Die Atmosphäre ist besonders schön und das Publikum sehr interessiert und ausgesprochen nett.“
Auch ein Gang in die Nachbarschaft lohnt sich.
" Nach dem Besuch und einer Stärkung auf dem alten Köthnerhof gibt es für Gartenbesitzer nur 100m entfernt die Möglichkeit, einen Frühlingsgarten mit 300 verschiedenen Arten und Sorten von Blumenzwiebeln zu besuchen. Im Rahmen der Offenen Gartenpforte Hildesheim 2011 öffnet Familie Oys wieder Ihren Garten. Die Besucher erwartet neben einem Blütenfeuerwerk von vielen tausend Blumenzwiebeln " Die 10 Wilden Niedersachsen ", eine Auswahl von in der Region Hildesheim blühenden Blumenzwiebeln und -knollen. Der Hospizverein Geborgen bis zuletzt wird blühende Wildtulpen im Topf zum Kauf anbieten. Der Erlös ist für die Kinderhospizarbeit bestimmt. Weitere Informationen zum Garten gibt es unter www.spendenzwiebel.de
Wer einen Sonntagsausflug ohne Auto nach Groß Düngen plant, kann es nach dem Motto tun: „Auch ohne Auto kommt man zum Ostermarkt, fahren Sie umweltfreundlich mit der eurobahn!“
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